Am heutigen Samstag hat die NASA eine Delta-II-Trägerrakete mit dem Weltraumteleskop Kepler ins All gesandt. Die Sonde soll in den nächsten dreieinhalb Jahren 100 000 Sterne im Bereich der Sternbilder Ley und Schwan ins Visier nehmen und dort nach potentiell erdähnlichen Planeten suchen.
Dazu ist das nach dem Astronomen Johannes Kepler (1571-1630) benannte Teleskop mit der grössten Kamera bestückt, die die USA jemals ins All geschickt haben.
Ed Weiler von der NASA sagte das 600 Millionen Dollar teure Projekt solle die Frage klären, ob es in der Milchstrasse weiteres Leben geben könne. Zwar könne die Sonde selbst kein Leben auf den Planeten nachweisen, es könne aber Planeten ausfindig machen, die ein entsprechendes Potenzial dazu hätten, weil auf ihrer Oberfläche Wasser vorhanden sein könnte.
Das knapp 5 Meter lange Gerät, das ca. 1 Meter Durchmesser hat, ist mit einer hochauflösenden Kamera ausgestattet, die es - so Projektleiter James Fanson - möglich mache, sogar eine Fliege auf einem Autoscheinwerfer auf der Erde auszumachen.
Es ist also zu erwarten, dass in Zukunft viele neue Exoplaneten gefunden werden können. Die bisher gefundenen 340 Planeten waren meist sehr heisse und grosse Planeten (ähnlich unserem Jupiter). Das neue Teleskop kann nun auch kleinere Objekte aufnehmen und auch Planeten finden, die weiter von ihrem Heimatstern entfernt sind.
Die Sonde wurde nach Johannes Kepler benannt, dessen Hauptwerk Astronomia Nova sich dieses Jahr zum 400. Mal jährt. Darin hatte der Wissenschaftler zum ersten Mal in der Geschichte der Astronomie eine einheitliche, für alle Planeten gültige Bahntheorie entwickelt - die Keplerschen Gesetze.
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